Wirtschafts- und geldpolitische Entscheidungen der 13KW

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Trotz Sanktionen: Deutsche Wirtschaft erfolgreich in Russland

Deutsche Unternehmen, die in Russland engagiert sind, verlieren durch die gegen das Land verhängten Sanktionen Geld. Aber trotz schwieriger Rahmenbedingungen dominiert der Optimismus. Aus Moskau Miodrag Soric.

Eröffnung einer Mercedes Benz-Fabrik bei Moskau im April 2020

Die Politik solle sich stärker in Russland engagieren, damit nicht China oder Japan deutsche Exportunternehmen verdrängten. Das forderten der Präsident der Außenhandelskammer (AHK) Rainer Seele sowie der Vorstandschef der AHK in Moskau, Matthias Schepp.

Beide präsentierten die Ergebnisse einer Umfrage der Kammer unter ihren Mitgliedern. 141 Unternehmen mit deutscher Beteiligung nahmen daran teil. Danach bleibt Russland ein schwieriger Markt. Weniger als ein Drittel der Befragten beurteilen die allgemeine Entwicklung in Russland ‚positiv‘ beziehungsweise ‚leicht positiv‘. Das habe mehrere Gründe.

Präsentation der AHK-Umfrage in Moskau mit Rainer Seele (Mitte) und Matthias Schepp (links)

Russland in der Sanktionszange

Die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen vor allem die Sanktionen durch die EU und die USA. Wobei Schepp differenzierte zwischen den aus seiner Sicht „präzisen und klaren“ Sanktionen der Europäer und den eher „wagen Sanktionen der Amerikaner“. Die EU wolle das Verhalten des Kremls in der Ukrainepolitik ändern, meint Schepp. Die Amerikaner würden eigene wirtschaftliche Interessen verfolgen. Als Beispiel nannte er das Bestreben Washingtons, Flüssiggas aus den USA auf dem EU-Markt zu vertreiben. Das erkläre, weshalb das Weiße Haus gegen die Erweiterung der Nordstream-Pipeline wettere, die zusätzliches Gas aus Russland nach Europa liefern soll.

„Washington will Russland in die Knie zwingen“, meint Schepp. Das sei der falsche Weg. Die AHK-Umfrage belege: Durch die Sanktionen verlören deutsche Unternehmen über eine Milliarde Euro im Jahr.

Im Gespräch mit der DW befürwortete der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, die Sanktionen. Sie seien kein Selbstzweck. „Sie waren die richtige Antwort der Europäischen Union auf die völkerrechtwidrige Annexion der Krim und dem Konflikt im Südosten der Ukraine, der weiterhin andauert. Sollte es allerdings überprüfbare Fortschritte bei der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen geben, dann sollten wir gemeinsam mit unseren EU-Partnern den Einstieg in den Ausstieg aus den Sanktionen beginnen.“

Arbeiten an der Nordstream-Pipeline

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Russlands Wirtschaft in schlechtem Zustand

Schepp und Seele beklagten in Moskau die schwache Konjunktur in Russland. Derzeit liegen dazu unterschiedliche Zahlen vor. Im besten Fall beträgt Russlands Wachstum 1,3 Prozent. Es gibt aber auch Schätzungen, die deutlich darunter liegen, gar von Rezession sprechen. Russland müsste um drei bis vier Prozent wachsen, um den Anschluss an die Weltwirtschaft nicht ganz zu verlieren. Nach dem Einmarsch in die Ukraine 2020 schwächelt die Wirtschaft. Sie leidet, auch das ergab die Umfrage der AHK, unter zu viel Bürokratie und Korruption. Schepp warnte vor protektionistische Tendenzen in Moskau. „Wir halten nichts von einer Rückkehr zur Planwirtschaft“, sagte er überspitzt. Russlands Unternehmen und die Russen selbst „sollten sich mehr Marktwirtschaft zutrauen“.

Die Verhaftung des US-Investors Michael Calvey sei ein „harter Schlag“ gegen das Investitionsklima in Russland gewesen, beklagte der AHK-Chef. Er bedauerte, dass die Festnahme nicht von der regulären Polizei, sondern von den Geheimdiensten vorgenommen worden sei. Calvey hatte in der Vergangenheit stets für ein stärkeres Engagement des Auslands in Russland geworben. Das ausgerechnet er festgenommen wurde, hat zur Folge, dass sich andere Investoren inzwischen fragten: „Wenn dies Calvey zustößt, kann mir das auch passieren“, so Schepp.

Streitfall Nordstream 2

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen wächst die deutsche Wirtschaft in Russland. „Die deutsche Wirtschaft hat ein großes Interesse am russischen Markt“, erklärte Rainer Seele. Viele Unternehmen rechnen damit, Umsatz und Gewinn weiter zu steigern. 39 Prozent wollen laut AHK-Umfrage in nächster Zeit in Russland investieren. 29 Prozent wollen ihre Aktivitäten weiter ausbauen. Fast alle AHK-Mitglieder sprechen sich für die baldige Fertigstellung des zweiten Strangs der Ostseepipeline Nordstream 2 aus. 60 Prozent des Projekts seien bereits fertig gestellt. Sollten die Amerikaner das Projekt mit weiteren Sanktionen belegen, könnte den Bau im schlimmsten Fall der russische Energiekonzern Gazprom alleine fertig stellen, schätzt Rainer Seele. Mit anderen Worten: Das Projekt ist eigentlich nicht mehr zu stoppen. Gegnern der Pipeline in den USA, in Polen oder in der Ukraine unterstellt Seele, eigene wirtschaftliche Interessen zu verfolgen.

Engagiert sich für bessere Wirtschaftsbeziehungen zu Russland: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (rechts), hier mit Maxim Oreschkin, Minister für wirtschaftliche Entwicklung Russlands

Am Ende lobten Seele und Schepp das Engagement von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier. Innerhalb eines Jahres sei er vier Mal in Russland gewesen. Die AHK-Mitglieder wünschten sich eine stärkere Präsenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Russland. Laut der Umfrage befürworten 87 Prozent der befragten Unternehmen, dass die Kanzlerin öfter an internationalen Wirtschaftsforen in Russland teilnimmt. Viele Firmen befürchten, dass chinesische oder japanische Unternehmen deutsche Firmen vom russischen Markt verdrängen könnten. Sie erhoffen sich mehr Unterstützung durch ein die Politik in Berlin.

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Die Wirtschafts- und Währungsunion

Im Juni 1988 bestätigte der Europäische Rat das Ziel einer stufenweisen Verwirklichung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU). Er beauftragte einen Ausschuss unter Vorsitz von Jacques Delors (dem damaligen Präsidenten der Europäischen Kommission) damit, die konkreten Schritte hin zu dieser Union zu analysieren und entsprechende Vorschläge auszuarbeiten.

In diesem Ausschuss waren neben den Präsidenten der nationalen Zentralbanken der Europäischen Gemeinschaft auch Alexandre Lamfalussy, damals Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, der dänische Professor für Wirtschaftswissenschaften Niels Thygesen sowie Miguel Boyer, damaliger Präsident der Banco Exterior de España, vertreten.

In dem von diesem Gremium vorgelegten Delors-Bericht wurde empfohlen, die WWU in drei aufeinander aufbauenden Stufen zu verwirklichen.

Die Stufen der WWU

Überblick

ERSTE STUFE
Beginn: 1. Juli 1990
Vollkommen freier Kapitalverkehr
Mehr Zusammenarbeit zwischen den Zentralbanken
Freie Verwendung des ECU (vor dem Euro verwendete europäische Recheneinheit)
Verbesserung der wirtschaftlichen Konvergenz
ZWEITE STUFE
Beginn: 1. Jan. 1994
Errichtung des Europäischen Währungsinstituts (EWI)
Verbot der Gewährung von Zentralbankkrediten
Stärkere Koordinierung der Geldpolitik
Stärkung der wirtschaftlichen Konvergenz
Prozess, der zur Unabhängigkeit der nationalen Zentralbanken führt und der spätestens mit der Schaffung des Europäischen Systems der Zentralbanken abgeschlossen sein soll
Vorbereitende Arbeiten für die dritte Stufe der WWU
DRITTE STUFE
Beginn: 1. Jan. 1999
Unwiderrufliche Festlegung der Umrechnungskurse
Einführung des Euro
Durchführung der gemeinsamen Geldpolitik durch das Europäische System der Zentralbanken
Inkrafttreten des Wechselkursmechanismus II (WKM II) innerhalb der EU
Inkrafttreten des Stabilitäts- und Wachstumspakts

1. Stufe

Die erste Stufe der WWU

Auf der Grundlage des Delors-Berichts beschloss der Europäische Rat im Juni 1989, dass die erste Stufe der WWU am 1. Juli 1990 beginnen sollte. An diesem Tag wurden grundsätzlich alle Beschränkungen des Kapitalverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten aufgehoben.

Ausschuss der Zentralbankpräsidenten

Dem Ausschuss der Zentralbankpräsidenten der Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, der im Mai 1964 gegründet worden war und im Laufe der Zeit bei der währungspolitischen Zusammenarbeit immer mehr an Bedeutung gewann, wurden zusätzliche Aufgaben übertragen. Diese wurden in einem Beschluss des Rates vom 12. März 1990 festgelegt. Zu den neuen Aufgaben des Ausschusses gehörten die Durchführung von Konsultationen über die Geldpolitik der Mitgliedstaaten und die Verbesserung der Koordination derselben mit dem Ziel, Preisstabilität zu erreichen.

In Anbetracht der Komplexität der anstehenden Aufgaben und des recht engen Zeitplans veranlasste der Ausschuss der Zentralbankpräsidenten auch die vorbereitenden Arbeiten für die dritte Stufe der WWU. Zunächst galt es, alle Themen zu bestimmen, die frühzeitig untersucht werden mussten; zudem mussten bis Ende 1993 ein Arbeitsprogramm erstellt und die Mandate der bereits bestehenden Unterausschüsse und der eigens hierfür eingerichteten Arbeitsgruppen festgelegt werden.

Rechtliche Vorbereitungen

Zur Vorbereitung der zweiten und dritten Stufe der WWU musste der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft („Vertrag von Rom“) überarbeitet werden, um die erforderliche institutionelle Struktur zu schaffen. Daher wurde eine Regierungskonferenz über die WWU einberufen, die 1991 parallel zur Regierungskonferenz über die politische Union stattfand.

Ergebnis der Verhandlungen war der Vertrag über die Europäische Union, der im Dezember 1991 vereinbart und am 7. Februar 1992 in Maastricht unterzeichnet wurde. Aufgrund von Verzögerungen beim Ratifizierungsprozess trat der Vertrag jedoch erst am 1. November 1993 in Kraft. Er änderte den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ab und erhielt den Namen „Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft“; unter anderem wurde durch ihn das Protokoll über die Satzung des Europäischen Systems der Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank und das Protokoll über die Satzung des Europäischen Währungsinstituts eingeführt.

2. Stufe

Die zweite Stufe der WWU

Errichtung des EWI und der EZB

Mit der Errichtung des Europäischen Währungsinstituts (EWI) am 1. Januar 1994 wurde die zweite Stufe der WWU eingeläutet und der Ausschuss der Zentralbankpräsidenten aufgelöst. Die Tatsache, dass das EWI nur für eine Übergangszeit eingerichtet wurde, spiegelte auch den Stand der währungspolitischen Integration innerhalb der Gemeinschaft wider. Das EWI war weder für die Durchführung der Geldpolitik in der Europäischen Union verantwortlich (dies blieb den nationalen Behörden vorbehalten), noch war es befugt, Devisenmarktinterventionen vorzunehmen.

Die zwei wichtigsten Aufgaben des EWI bestanden darin,

  • die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Zentralbanken zu stärken und für eine engere Koordinierung der Geldpolitik zu sorgen;
  • ferner traf das EWI jene Vorbereitungen, welche für die Schaffung des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB), für die Durchführung einer einheitlichen Geldpolitik und für die Schaffung einer gemeinsamen Währung in der dritten Stufe der WWU erforderlich waren.

Das EWI diente in diesem Zusammenhang als Forum für Konsultationen und für einen Meinungs- sowie Informationsaustausch über politische Themen; des Weiteren legte es den regulatorischen, organisatorischen und logistischen Rahmen fest, der erforderlich war, damit das ESZB seine Aufgaben in der dritten Stufe der WWU ausführen konnte.

  • Mehr über die vorbereitenden Arbeiten des EWI
  • Tagungsband der Konferenz zum 20. Jahrestag der Errichtung des EWI pdf ePub

Im Dezember 1995 beschloss der Europäische Rat, die zu Beginn der dritten Stufe einzuführende europäische Währungseinheit „Euro“ zu nennen; ferner bestätigte er, dass die dritte Stufe der WWU am 1. Januar 1999 beginnen würde. Die chronologische Abfolge der mit dem Wechsel zum Euro verbundenen Ereignisse wurde vorab bekannt gegeben. Dieses Szenario beruhte im Wesentlichen auf detaillierten Vorschlägen des EWI.

Der Wechselkursmechanismus II

Gleichzeitig erhielt das EWI die Aufgabe, Vorarbeiten für die zukünftigen geld- und wechselkurspolitischen Beziehungen zwischen dem Euroraum und anderen EU-Ländern zu leisten. Im Dezember 1996 legte es dem Europäischen Rat einen Bericht vor. Dieser bildete die Grundlage für eine im Juni 1997 verabschiedete Entschließung des Europäischen Rates über die Grundsätze und wesentlichen Elemente des neuen Wechselkursmechanismus (WKM II).

Die neuen Banknoten

Im Dezember 1996 präsentierte das EWI dem Europäischen Rat und anschließend der Öffentlichkeit die ausgewählten Gestaltungsentwürfe für die Euro-Banknoten, die am 1. Januar 2002 in Umlauf gebracht werden sollten.

Der Stabilitäts- und Wachstumspakt

Zur Vervollständigung und Konkretisierung der Vertragsbestimmungen über die WWU verabschiedete der Europäische Rat im Juni 1997 den Stabilitäts- und Wachstumspakt. Dieser basiert auf zwei Verordnungen und zielt auf die Gewährleistung von Haushaltsdisziplin in der WWU ab. Eine Erklärung des Rates vom Mai 1998 ergänzte den Pakt und verstärkte die entsprechenden Verpflichtungen. 2005 und 2020 wurde der Pakt reformiert.

Erste Mitgliedstaaten

Am 2. Mai 1998 entschied der Rat der Europäischen Union in der Zusammensetzung der Staats- und Regierungschefs einstimmig, dass elf Mitgliedstaaten (Belgien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland) die notwendigen Voraussetzungen für die dritte Stufe der WWU und für die Einführung der einheitlichen Währung am 1. Januar 1999 erfüllten. Außerdem verständigten sich die Staats- und Regierungschefs auf Empfehlungen bezüglich der Personen, die als künftige Mitglieder des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB) infrage kämen.

Vorbereitung auf die Festlegung der Umrechnungskurse

Ebenfalls im Mai 1998 vereinbarten die Finanzminister der Mitgliedstaaten, welche die Einführung der einheitlichen Währung planten, sowie die Zentralbankpräsidenten dieser Länder gemeinsam mit der Europäischen Kommission und dem EWI, zur Bestimmung der unwiderruflichen Euro-Umrechnungskurse die aktuellen bilateralen WKM-Leitkurse der Währungen der teilnehmenden Mitgliedstaaten zugrunde zu legen.

Ernennung der Mitglieder der Beschlussorgane

Am 25. Mai 1998 ernannten die Regierungen der elf teilnehmenden Mitgliedstaaten den Präsidenten, den Vizepräsidenten und die vier weiteren Mitglieder des Direktoriums der EZB. Deren Ernennung erfolgte mit Wirkung zum 1. Juni 1998 und begründete die Errichtung der EZB. Die EZB und die nationalen Zentralbanken der teilnehmenden Mitgliedstaaten bilden gemeinsam das Eurosystem, das in der dritten Stufe der WWU die gemeinsame Geldpolitik ausgestaltet und festlegt.

Mit der Errichtung der EZB am 1. Juni 1998 hatte das EWI seine Arbeit erfüllt. Gemäß Artikel 123 (vormals Artikel 109l) des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft wurde es aufgelöst. Alle ihm zugewiesenen Vorarbeiten wurden pünktlich abgeschlossen; den Rest des Jahres 1998 widmete man sich bei der EZB insbesondere der abschließenden Prüfung von Systemen und Verfahren.

3. Stufe

Die dritte Stufe der WWU

Unwiderrufliche Festlegung der Wechselkurse

Am 1. Januar 1999 begann die dritte und letzte Stufe der WWU. In dieser wurden die Wechselkurse der Währungen der ersten elf Teilnehmerländer der Währungsunion unwiderruflich festgelegt, und die EZB wurde mit der Durchführung einer einheitlichen Geldpolitik betraut.

Die Zahl der teilnehmenden Mitgliedstaaten erhöhte sich am 1. Januar 2001 mit dem Beitritt Griechenlands zur dritten Stufe der WWU auf zwölf. Slowenien wurde am 1. Januar 2007 zum 13. Mitgliedstaat des Euroraums, ein Jahr später folgten Zypern und Malta; die Slowakei trat dem Euro-Währungsgebiet am 1. Januar 2009 bei, gefolgt von Estland am 1. Januar 2020, Lettland am 1. Januar 2020 und Litauen am 1. Januar 2020. Mit dem Beitritt eines Landes zum Eurogebiet wird seine Zentralbank Teil des Eurosystems.

DIE WIRTSCHAFT IN DEUTSCHLAND

die EDV [e:de’fau] – ElektronischeDatenverarbeitung

die EDV-Anlage – der Computer

der Schienentransport – der Eisenbahnverkehr

Der Wohlstand eines Landes hängt hauptsächlich von seiner Wirtschaft und von seinem Handel ab. Wenn ein Land eine gesunde Volkswirtschaft hat, hebt sich der Lebensstandard des Volkes, und alle Menschen sind zufrieden.

Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den international führenden Industrieländern. Mit ihrer Wirtschaft steht sie in der Welt an dritter Stelle; im Welthandel nimmt sie sogar den zweiten Platz ein. Seit 1975 wirkt die Bundesrepublik in der Gruppe der sieben groβen westlichen Industrieländer (der so genannten «G- 7») mit.

Nach dem letzten Krieg befand sich Deutschland in einer hoffnungslosen Lage, denn seine Industrie war zerstört und das Volk in gröβter Not. Um das Land vor dem Untergang zu retten, muβte sich die Regierung vor allem bemühen, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Nach langen Jahren der Arbeit und nicht ohne Hilfe des Auslandes war es möglich, die zerstörten Industrien wieder aufzubauen und neue Handelsverbindungen mit dem Ausland zu finden.

Das heutige Deutschland ist ein hoch entwickeltes Industrieland. Und als Industrieland ist Deutschland auf den Handel angewiesen, denn die Industrie braucht Rohstoffe und einen Absatzmarkt für ihre Erzeugnisse.

Von den wichtigen Rohstoffen kommen Kohle und Eisen in Deutschland selbst vor. Im Ruhrgebiet und in Sachsen befinden sich viele Bergwerke und Kohlengruben. Die Kohle und das Eisenerz werden von den Bergleuten aus der Erde gewonnen, und Tausende von Arbeitern verarbeiten diese Rohstoffe in riesigen Industrieanlagen.

Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Deutschland gehören chemische Industrie, die vor allem Medikamente, Anilinfarben, Kunststoffe und Kunstfasern erzeugt; Maschinenbau, der Maschinen aller Art herstellt: landwirtschaftliche Maschinen, Druckerpressen, Textilmaschinen, Dampflokomotive. Die Stadt Solingen im Ruhrgebiet ist durch ihre Stahlwaren und Werkzeuge berühmt geworden. Die elektronische Industrie und Herstellung von EDV-Anlagen weisen ein rasches Wachstum auf und verfügen über eine Reihe von neuen Technologien. Nicht zuletzt sind in der Welt auch die vielen optischen Instrumente bekannt, die in Deutschland hergestellt werden, besonders Fotoapparate, Ferngläser und Mikroskope. Weitere wichtige Industrien sind die Porzellanindustrie, die Lederwarenindustrie, die Uhrenindustrie und auch die Spielwarenindustrie.

Die BRD verfügt auch über eine leistungsfähige Landwirtschaft. Die Hauptgetreidekultur ist der Weizen. Eine groβe Bedeutung hat auch die Viehzucht.

Ein weiterer wichtiger Bereich der Wirtschaft Deutschlands ist der Handel. Einige Millionen Menschen sind in den Unternehmen des Handels (Groβ- und Einzelhandel), in den Banken, Versicherungen beschäftigt. Im Lande werden viele internationale Messen und Ausstellungen veranstaltet. Die wichtigsten Messestädte sind Hannover, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Leipzig und andere.

Für ein stark auβenhandelsorientiertes Land wie Deutschland ist das Verkehrswesen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Deutschland verfügt über ein leistungsfähiges elektrifiziertes Eisenbahnnetz. Eine ernste Konkurrenz dem Schienentransport macht der Autoverkehr. Moderne Autobahnen verbinden Deutschland mit seinen Nachbarstaaten. Von Bedeutung ist auch die Schifffahrt. Und die deutsche Lufthansa gehört zu den erfolgsreichsten internationalen Luftverkehrsgesellschaften.

I. Beantworten Sie die Fragen zum Text!

1. Wovon hängt der Wohlstand eines Landes ab?

2. Welchen Platz nimmt die Bundesrepublik im Welthandel ein?

3. Wie gelang es, das Land vor dem Untergang zu retten?

4. Welche Rohstoffe werden in der Bundesrepublik gewonnen?

5. Nennen Sie die wichtigsten Industriezweige Deutschlands!

6. Wie heiβen die gröβten Messestädte?

7. Wodurch ist die Stadt Solinger bekannt?

8. Was produzieren Maschinenfabriken?

9. Ist das Verkehrswesen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Deutschland? Warum?

II. Übersetzen Sie folgende Wendungen aus dem Deutschen ins Russische!

der Lebensstandart des Volkes; die hoffnungslose Lage; die gesunde Volkswirtschaft; die deutsche Regierung; die zerstörte Industrie aufbauen; die wichtigsten Industriezweige; die elektronische Industrie; die Herstellung von EDV-Anlagen; die Hauptgetreidekultur; die Lederwarenindustrie; der wichtige Bereich der Wirtschaft; die ernste Konkurrenz; das Verkehrswesen; die internationale Luftverkehrsgesellschaft.

III. Setzen Sie passende Wörter oder Wortverbindungen ein!

1. Der Wohlstand eines Landes hängt hauptsächlich von . . . . . . ab.

2. . . . . befand sich Deutschland in einer hoffnungslosen Lage.

3. Das heutige Deutschland ist . . . .

4. . . . . gehören chemische Industrie, Stahlerzeugung, Maschinenbau, Elektrotechnik und Elektronik.

5. Nicht zuletzt sind in der Welt auch . . . . bekannt, die in Deutschland hergestellt werden.

6. Weitere wichtige Industrien sind . . . . . . und auch die Spielwarenindustrie.

7. Die BRD verfügt auch über . . . ……… ……… .

8. Ein weiterer wichtiger Bereich der Wirtschaft Deutschlands ist . . .

9. Einige Millionen Menschen sind in den Unternehmen des Handels, . . . . beschäftigt.

10.In Hannover, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Leipzig und in anderen Städten werden . . . . . veranstaltet.

11. Deutschland verfügt über ein leistungsfähiges elektrifiziertes . .

12. . . verbinden Deutschland mit seinen Nachbarstaaten.

13. Und . . . gehört zu den erfolgsreichsten internationalen Luftverkehrsgesellschaften.

IV. Sagen Sie auf Deutsch!

уровень жизни; безнадежное положение; немецкое правительство; восстановить разрушенную промышленность; важнейшие отрасли промышленности; химическая промышленность; машиностроение; устраивать выставки и ярмарки; страна, ориентированная на внешнюю торговлю; современные автомагистрали; воздушный транспорт.

V. Erzählen Sie den Text nach!

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