CFD Strategie 2020 Einführung in Grundlagen & Funktionsweise

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CFD Hebel Erklärung: Funktionsweise & Tipps um den CFD Hebel einzustellen und zu berechnen!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 16.03.2020

  • Minikontrakte: ja
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CFDs waren anfangs nur etwas für Insider. Inzwischen handeln auch Privatanleger mit Differenzkontrakten. Der Vorteil: Über einen CFD-Kontrakt lassen sich sehr hohe Gewinne einfahren – wenn die Kurse in die richtige Richtung laufen. Entwickelt sich der Markt anders, landen Verluste im Depot.
Das Risiko ist mitunter nicht nur auf das eingesetzte Kapital beschränkt. Wer als Händler keine teuren Fehler machen will, muss sich mit der Funktion der CFD Hebel vertraut machen – und welche Auswirkungen der Hebel auf die Position hat. Wichtige Infos rund ums CFD Trading – und wie sich der CFD Hebel einstellen lässt – liefert unser Ratgeber.

CFD Hebel: Wichtig Fakten im Überblick

  • CFDs sind derivate Finanzprodukte
  • Bessere Performance durch CFD Hebel
  • Hebelwirkung über Orderzusätze steuern
  • Trading einfach per Demokonto testen

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Handeln mit Hebel: Die Grundlagen

Grundsätzlich können Trader heute auf zwei unterschiedlichen Wegen an den Wertentwicklungen der Börse partizipieren. Auf der einen Seite stehen die Direktinvestments.
Hier kaufen Anleger zum Beispiel Aktien – und hoffen auf einen Kursgewinn sowie Dividendenzahlungen. Und die Vergangenheit scheint diesen Anspruch zu stützen. So ist die Wertentwicklung etwa im DAI-Renditedreieck für den Index DAX über viele Jahre vielversprechend.
Auf der anderen Seite stehen Finanzprodukte, die sich von anderen Handelswerten ableiten. Als Derivate bezeichnet, bilden sie unter anderem die Wertentwicklung des Basiswerts ab – wie CFDs (Differenzkontrakte).
Hier kommen außerdem die Hebel ins Spiel. Wer als Einsteiger damit bisher noch keine Erfahrung gesammelt hat – hier eine kleine Einführung. Beim Handel mit Hebel kommt nur ein Teil des für die Eröffnung nötigen Kapitals vom Händler. Der Broker legt – entsprechend des Hebelverhältnisses (Leverage) die restliche Summe aus. Praxisbeispiel Hebel 10:1: Hier werden aus 100 Euro des Traders 1.000 Euro, welche am Markt bewegt werden können.
Kostet ein Wertpapier 10 Euro, lassen sich auf diese Weise nicht 10 Wertpapiere, sondern 100 Wertpapiere kaufen. Steigt der Wert um 1 Euro pro Wertpapier, streichen Trader durch den Hebel 100 Euro ein.
Letztlich erhöht sich durch den Hebel auf das Gewinnverhältnis. Auf der anderen Seite kann folgende Situation eintreten: Die Bilanz fällt schlechter aus, der Kurs schmiert ab – das Wertpapier muss mit 2 Euro Abschlag verkauft werden. Damit steht ein viel höherer Verlust in den Büchern – von 200 Euro.
Der CFD Hebel wirkt nicht nur in eine Richtung. Leider kann es auch passieren, dass sich Basiswerte nicht wie erhofft entwickeln. Und damit besteht die Gefahr, dass eingesetzte Guthaben komplett zu vernichten. Diese einfache CFD Hebel Erklärung darf nicht den Blick darauf verstellen, dass beim Trading auf Differenzkontrakte noch ein paar andere Aspekte zu berücksichtigen sind.

CFD Hebel Erklärung: Leverage und Margin

CFD ohne Hebel handeln ist vielleicht deutlich sicherer. In der Praxis macht es allerdings kaum Sinn. Hintergrund: Erst durch die Hebelwirkung lohnt sich der Intraday-Handel.
Bei einem CFD ohne Hebel würden sich Kursbewegungen von nur wenigen Prozentpunkten nicht bemerkbar machen. Angenommen, ein Händler steigt zu 1,2344 in einen Differenzkontrakt auf EUR/USD mit einer Long-Position ein.
Bis zum Ende des Handelstags hat sich der Kurs kaum bewegt – der Schlusskurs notiert bei 1,2349 USD. Der Gewinn wäre bei einer Investition von 1.000 Euro marginal. Aber: Durch den Hebel geht es mit dem Ertrag deutlich nach oben.
Um eine Position in dieser Weise bei einem CFD Broker eingehen zu können, müssen Trader Geld hinterlegen. Die Margin ist in diesem Zusammenhang als Sicherheitsleistung für den Hebel zu verstehen.
Wie hoch kann die Margin sein? Bezüglich der Höhe sind einige Punkte entscheidend. Einerseits legen Broker die Inital Margin fest. Diese ist auch als Einschussmargin bekannt – und legt die Höhe der Sicherheitsleistung für das Eröffnen der Position fest. Damit der Broker eine Position offenhalten kann, muss die Maintenance Margin zur Verfügung stehen.

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Hebelwirkung beeinflusst Margin

Wie hoch ist die Margin in der Praxis? Entscheidend ist, auf welches Asset der CFD getradet wird. Bis August 2020 konnten Trader bei CFD Brokern mit sehr hohen Hebeln handeln. Teilweise war eine Leverage von 200:1 und mehr darstellbar.
Seit August 2020 gelten neue ESMA Regeln, welche die Höhe der Hebel nachhaltig einschränken. Gehandelt werden kann für Aktien zum Beispiel nur noch mit einem Hebel von 5:1. Über diesen CFD Hebel berechnen Trader die erforderliche Margin nach der Formel:

Zahl Aktien x Aktienkurs x Marginansatz.

Bei einem Marginsatz von 20 Prozent, wie er sich über den CFD Hebel von 5:1 ergibt und einem Kurs von 30 Euro je Stück würde sich für 1.000 Aktien folgende Rechnung ergeben:

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1.000 x 30 x 0,20 = 6.000 Euro.

Zum Vergleich: Bei einem Hebel von 100:1 liegt die Marginanforderung bei 0,01 – oder einem Prozent. Hier würde sich eine Sicherheitsleistung von 300 Euro ergeben. Warum bieten CFD Broker nur noch solche unattraktiven Konditionen im CFD Handel an?

CFDs mit Nachschusspflicht – die Franken Abkopplung

Ein Grund für massive Eingriffe in den CFD Handel seitens BaFin und ESMA war die Abkopplung des Schweizer Franken vom Euro. Anfang Januar 2020 ging die Schweizer Notenbank diesen Schritt äußerst überraschend und ließ die Grenze von 1,20 Franken zum Euro als rote Linie fallen.
Daraufhin kam es zu einer massiven Abwertung des Euro. Die Verwerfungen am Markt waren so heftig, dass selbst Stop Loss Positionen nicht rechtzeitig geschlossen werden konnten.
Damit fielen die Verluste einiger Privatanleger so massiv aus, dass die Deckung durch Guthaben nicht mehr gegeben war – und Broker unter Berufung auf die Nachschusspflicht den Einschuss von Guthaben forderten. In einigen Fällen ging es um Summen von mehreren 10.000 Euro.
Die Regulierungsbehörden kamen auch aufgrund dieser Entwicklung zur Ansicht, dass CFDs mit Hebel für Privatanleger ein massives Risiko darstellen – und regulierten die Höhe der CFD Hebel als auch den Negativsaldo-Schutz. Bedeutet: Seit Einführung der neuen Regeln ist es – zumindest für den Handel über Broker aus der EU – nicht mehr möglich, mehr als das eingesetzte Kapital zu verlieren.
Überblick zu den erlaubten CFD Hebeln für Privatanleger:

  • Major FX Paare – 30:1
  • Minor FX Paare & Hauptindizes – 20:1
  • Gold – 20:1
  • Nebenindizes und Rohstoffe – 10:1
  • Aktien CFDs – 5:1
  • Krypto CFDs – 2:1

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CFD Hebel für professionelle Anleger

Mit dem CFD Hebel für Privatanleger sind zwei Aspekte verbunden: Einerseits ein geringeres Verlustrisiko. Auf der anderen Seite ist der mögliche Gewinn niedriger als im Vergleich zum Zeitraum vor der Neuregulierung.
Aber: Es gibt nach wie vor Ausnahmen. CFD Broker dürfen die höheren Hebel einem Teil der Investoren nach wie vor anbieten. Die Rede ist von professionellen Tradern. Diese Personengruppe hat weiterhin die Möglichkeit, mit einer sehr viel höheren als der im CFD Hebel Rechner für Privatanleger möglichen Leverage zu arbeiten. Natürlich ist mit diesem Status auch ein höheres Risikopotenzial verbunden.
In der Praxis kann sich ein Kleinanleger nicht einfach nach Gutdünken in die Profi-Liga umstufen lassen. Broker sind in diesem Zusammenhang an gewisse Vorgaben gebunden, was:

  • Guthaben (ab 500.000 Euro)
  • Handelstätigkeit
  • Trading-Erfahrung

betrifft. Parallel ist eine Abwanderung zu einem Broker mit Sitz außerhalb der EU denkbar. Vom Standpunkt eines Privatanlegers ist zu überlegen, inwiefern dieser Schritt wirklich sinnvoll ist. Oder ob nicht doch lieber auf die höhere Sicherheit gesetzt wird. Schließlich verliert – so die Erfahrungen vergangener Jahre – mehr als die Hälfte der Trader mit Differenzkontrakten Geld.

Sicherheit und Risikomanagement

Handeln mit CFDs birgt Risiken. Kehren wir hierzu noch einmal zum Beispiel aus der Marginberechnung zurück. Der Trader geht die Position zum Kurs von 30 Euro ein – das Wertpapier steigt auf 33,50 Euro. Da die Positionsgrößte 1.000 Stück umfasst, werden daraus 3.500 Euro Gewinn – nur durch den Einsatz der Sicherheitsleistung.
Was passiert, wenn sich der Kurs genau in die andere Richtung bewegt? Bei 26,50 Euro werden 3.500 Euro Verlust eingefahren – und die Margin hat sich halbiert. Je nach Maintenance Margin kann es bereits zu einem Margin Call kommen. Um Verluste nicht in eine solche Größenordnung ausufern zu lassen, wird im Idealfall mit Orderzusätzen gehandelt.
Zur Verlustbegrenzung kommt der Stop Loss in Frage. Bei 28 Euro gesetzt, hätte die Handelsplattform die Position geschlossen – als Verlust hätten nur 2.000 Euro zu Buche gestanden. Trader können den Stop Loss natürlich noch weiter an den Einstiegskurs heranführen und so Verluste begrenzen. Gibt es weitere Ordertypen?

  • Take Profit: Wie der Name bereits zum Ausdruck bringt, geht es hier um das Schließen der Position, wenn Trader einen festgelegten Gewinn erreichen.
  • DAY: Hierbei handelt es sich um eine Order, welche automatisch am Ende des Handelstags geschlossen wird.
  • OCO: Dahinter verbirgt sich one chancels other. Trader können hier beispielsweise zwei gegenteilige Order miteinander verknüpfen. Tritt Ereignis A ein, wird Order B automatisch glattgestellt.
  • Trailing Stop: Mit dieser Order werden Stop-Marken nachgezogen und dem Kurs angepasst. Dreht der Chart in die entgegengesetzte Richtung, löst die Handelsplattform das Signal zum Schließen der Position aus.

Wann kommen die Ordertypen zum Einsatz? Stop Loss oder Trailing Stop sollten sich bereits Anfänger in die Toolbox legen. Auf eine DAY-Order, die nicht bis zum nächsten Handelstag gehalten wird, empfiehlt sich ins Portfolio einzubauen.
Hintergrund: Es kann Übernacht zu Abschlägen auf den Kurs kommen. Drücken diese den Basiswert über den Stop Loss hinaus ins Minus, kann die Position trotzdem erst zum nächstmöglichen Kurs geschlossen werden.
Eine Ausnahme sind Order mit garantiertem Stop Loss. Hier trägt der Broker das Risiko einer Ausführung unter dem Stop Loss (zum Beispiel Slippage). Broker bieten den garantierten Stop Loss im Regelfall nur gegen einen Aufschlag beim Spread an.

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CFD Handel mit Hebel: Trading risikolos lernen

Handeln mit Hebel – Fluch und Segen. Trader, bei denen die Neugier geweckt ist, können bei vielen Brokern sehr schnell in den CFD Handel reinschnuppern.
Allerdings bedeuten Anfängerfehler fast immer, dass Anlagekapital in erheblichem Umfang verbrannt wird. Lässt sich diese Erfahrung vermeiden?
Heute bietet das Gros der CFD Broker ein spezielles Tool an, um Erfahrungen zu sammeln und sich das CFD Trading intensiv anzuschauen. Die Rede ist vom CFD Demokonto. Letzteres gleicht auf den ersten Blick einem Echtgeld-Handelskonto. Allerdings ist das Guthaben virtuell.
Damit bleiben Gewinne für das eigene Bankkonto wirkungslos. Auf der anderen Seite sind Verluste in erster Linie eines: Lehrgeld. Und diese Erfahrungen machen sich später bezahlt.

Trading mit einem Testzugang macht sich sowohl für Einsteiger als auch erfahrene Privatanleger bezahlt. Wer zum ersten Mal CFDs handelt, bekommt ein Gespür für die Hebelwirkung – sowohl in Richtung der Gewinne als auch in Bezug auf die Verluste.
Außerdem lässt sich anhand des Demokontos erkennen, wie sich der Spread auf die Performance der Trades auswirkt. Für den versierten CFD-Händler hat das Demokonto ganz andere Vorteile.
Ohne Strategie handeln ist nicht zu empfehlen. Das Problem: Nicht jede Handelsstrategie passt zu allen Marktbedingungen. Immer das richtige Werkzeug in der Hand zu halten ist die Grundvoraussetzung für Erfolg.
Wie wirken die verschiedenen Hebel und welcher Ansatz ist in einem Bärenmarkt besonders vorteilhaft? Trader, welche genau diesen Fragen auf den Grund gehen wollen, halten mit der CFD Demo das passende Tool in den Händen. Damit sich dessen Potenzial perfekt ausschöpfen lässt sollte es:

  • viele handelbare Assets/Basiswerte bieten
  • unbegrenzt eröffnet bleiben
  • keine Mindesteinzahlung/Mindestumsätze beinhalten
  • alle wichtigen Chart-/Analysewerkzeuge beinhalten.

Letzteres ist besonders wichtig, um die eigenen Fähigkeiten in der technischen Analyse zu verbessern. Mit deren Hilfe lassen sich wichtige Chartsignale für den Ein- und Ausstieg identifizieren. Ein Wissensvorsprung, den jeder Trader braucht – und der sich schnell in bare Münze auszahlt.

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Fazit: CFDs mit Hebel sicher traden

Differenzkontrakte sind ein spekulatives Finanzprodukt, das Experten spaltet. Ein Teil würde CFDs noch stärker regulieren. Andere Anlageexperten sehen darin ein probates Mittel, um im Portfolio für mehr Rendite zu sorgen.
Ein Grund für diese unterschiedlichen Sichtweisen ist der CFD Hebel. Hiermit erzielen Trader hohe Gewinne – selbst, wenn sich der Kurs eines Basiswerts kaum bewegt. Bewegt sich der Kurs stärker, gehen die Erträge förmlich durch die Decke. Aber: Im CFD Handel werden nicht nur Gewinne gehebelt.
Händlern muss klar sein, dass mittels Leverage auch Verluste massiv ausfallen können. Umso wichtiger ist daher das Trading mit Stop Loss und Trailing Stops. Auf diese Weise ist ein gewisses Risikomanagement möglich. Erfahrung und Know-how lassen sich damit nicht ersetzen.
Gerade der Einsatz einer CFD Trading Strategie mit passenden Indikatoren in der technischen Analyse gehört zur Toolbox der Händler. Beides lässt sich auch ohne „dicke“ Bankroll – die Fehler verzeiht – lernen. Wichtig ist, die Vorteile eines Demokontos zu erkennen.

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Der MACD: Funktionsweise, Strategien

Oft wird in technischen Analysen auf verschiedene Indikatoren zurückgegriffen. Gerade für Neulinge und weniger erfahrene Anleger an den Finanzmärkten, denen teilweise noch das nötige Hintergrundwissen fehlt, kann dies leicht verwirrend oder demotivierend wirken.

Was hat es zum Beispiel mit dem häufig verwendeten Indikator MACD auf sich? Anhand von ein paar standardisierten Verwendungsmöglichkeiten und Strategien lässt sich der Indikator wohl am besten erklären.

Der MACD-Indikator

Der Moving Average Convergence/Divergence (kurz MACD) ist ein technischer Indikator und gehört gemäß der Standardbörsenliteratur zur Gruppe der „Trendfolger”.

Sein Erfinder Gerald Appel entwickelte ihn in den 1960er Jahren und stellte ihn das erste Mal 1979 der Öffentlichkeit vor. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich der MACD darauf zu einem der bekanntesten Indikatoren der damaligen Zeit. Doch auch heute noch gehört der MACD (bei vernünftiger Anwendung) mit zu den treffsichersten und zuverlässigsten Indikatoren.

Woher kommt der Name “MACD”?

Der Name verrät schon, wofür der MACD steht: Einerseits beruht der Name auf den zwei verwendeten „Moving Averages” (=MA, gleitende Durchschnitte), andererseits zeigt er die Entwicklung dieser beiden MAs zueinander, welche sich entweder nähern (=Convergence) oder voneinander entfernen (=Divergence).

Wie wird der MACD berechnet?

Die MACD-Linie wird aus der Differenz zweier exponentiell gewichteter, gleitender Durchschnitte (=EMA, exp. moving average) berechnet.

Abb.: Tageschart von “Apple Inc.”

Von der MACD-Linie wiederum wird ein weiterer EMA ermittelt, der in der Börsenfachsprache „Trigger” (etwa: Signallinie) genannt wird.

Abb.: MACD und Trigger eines beliebigen Wertes

In der standardgemäßen Berechnung wird vom 12-Perioden-EMA (Periode: z.B. Tage,Wochen, Monate…) der 26-Perioden-EMA subtrahiert (=MACD-Linie). Der Trigger wiederum ist ein 9-Perioden-EMA des MACD. Die Standardeinstellungen (12, 26, 9) können Sie je nach eingesetzter Nutzungsweise des MACD (in der Regel) nach Belieben ändern.

Wozu kann ich den MACD nutzen?

Im Folgenden zeige ich Ihnen drei Anwendungsbeispiele für den MACD.

  • MACD als Momentumindikator
  • MACD als Signalgeber
  • MACD als Hilfsmittel zur Untersuchung von Divergenzen

Auf die in der Börsenliteratur oftmals genannte vierte Interpretationsmöglichkeit des MACD mittels des MACD-Histogramms, verzichte ich an dieser Stelle, weil ich diese in einigen Fällen als nichts allzu sehr aussagekräftig ansehe.

1. Der MACD als Momentumindikator

Der MACD zeigt positives Momentum des Basiswertes an, wenn er über null notiert. Liegt der MACD unter dem Nullwert, hat der Wert ein negatives Momentum. Vergrößert sich der Abstand des MACD von der Nulllinie, so bedeutet das gleichzeitig, dass das Momentum anzieht. Analog gilt dies natürlich auch für den umgekehrten Fall.

Abb.: Eingefärbter Tageschart des United States Oil Fund (USO)

In der Grafik sehen Sie die Phasen mit ansteigendem Momentum grün markiert; die Phasen mit fallendem Momentum sind in roter Hintergrundfarbe hervorgehoben.

Strategie:

Viele Händler traden einen Wert nur long, wenn dieser in der gehandelten Periode eine MACD-Konvergenz, d.h. ein ansteigendes Momentum anzeigt. Andere wiederum nehmen als zusätzlichen „Filter” noch die Nulllinie hinzu. Das heißt, erst wenn der MACD im positiven Bereich ist und gleichzeitig eine Konvergenz anzeigt, wird auf steigende Kurse gesetzt.

2. Der MACD als Signalgeber

Dies ist mit Sicherheit die bekannteste Verwendung für den MACD. Übersteigt die Indikatorlinie den Trigger, gilt dies als Kaufsignal. Unterschreitet umgekehrt der MACD seine Signallinie, bekommen wir ein Verkaufssignal.

Abb.: Trigger gibt Kauf- und Verkaufssignale

Abb.: Eingefärbter Wochenchart eines Silber ETFs (SLV)

Strategie:

Die Idee hinter diesem Anwendungsbeispiel brauche ich wohl nicht mehr zu wiederholen. Stattdessen gebe ich Ihnen einige Hinweise, wie Sie in vielen Fällen Fehlsignale stark reduzieren können.

  1. Es ist bekannt, dass der MACD als Signalgeber auf Wochenbasis wesentlich weniger Fehlsignale gibt als auf Tagesbasis.
  2. Sie vergrößern Ihre „Trefferquote”, wenn der MACD in der gehandelten und in der Zeitperiode darüber das gleiche Signal anzeigt. (z.B. Wochen- und Tageschart-MACD geben beide ein VK-Signal)
  3. Je weiter der MACD von der Nulllinie entfernt ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein in die Gegenrichtung zeigendes (Ver-)Kaufsignal Erfolg bringt.
  4. Überscheitet der MACD die Nulllinie während eines (Ver)Kaufsignals, wird dieses zusätzlich noch bestätigt.

Abb.: Wochenchart “China National Offshore Oil”

3. Der MACD als Hilfsmittel zur Untersuchung von Divergenzen

Eine Divergenz bezeichnet nichts anderes als die „Auseinanderentwicklung” zweier Objekte. In unserem Fall sind die Objekte zum einen der MACD, zum anderen der Kursverlauf des Basiswertes.

Abb.: Wochenchart des S&P 500

Im obigen Chart des S&P 500 sehen Sie rot markiert eine bärische Divergenz, die während des Markttops im Oktober 2007 auftrat. Während der S&P 500 in diesem Zeitraum mit beinahe 1600 Punkten ein neues Allzeithoch markierte, fiel der MACD in dieser Periode. Somit wurde der Kursanstieg des Index nicht bestätigt, was viele Profitrader als „rote Warnflagge” deuteten. Zu Recht, wie der weitere Chartverlauf zeigt.

Im Gegensatz dazu wurden die diesjährigen Jahrestiefs im März 2009 (unter 700 Punkte im S&P 500) nicht durch den MACD bestätigt. Dieser war zu dem Zeitpunkt schon wieder am Steigen und gab gleichzeitig ein Kaufsignal.

Wie gut in diesen beiden Fällen der MACD als frühzeitiges Warnsignal funktionierte, brauche ich angesichts der weiteren Kursverläufe sicher nicht näher zu erläutern.

Strategie:

Suchen Sie mit Hilfe des MACD nach Divergenzen zwischen Ihrem gehandeltem Wert und der Richtung des Indikators. Interpretieren Sie aufkommende Divergenzen aber nicht über. Es sind lediglich Warnzeichen. Somit heißt das für Sie eben nur, die Augen offen zu halten und Handlungsvarianten für die entsprechend möglichen Szenarien bereitzuhalten.

Wenn Sie jetzt glauben, der MACD wird Sie reich machen…

…dann muss ich Sie leider enttäuschen. Mit dem MACD alleine kommen Sie im Rahmen der technischen Analyse nicht allzu weit. Zum einen liegt das daran, dass der MACD ein nachlaufender Indikator ist, weil er eben mittels der nachlaufenden, gleitenden Durchschnitte berechnet wird. Das heißt, Sie handeln immer ein Stück weit die Vergangenheit.

Ich rate Ihnen deshalb ausdrücklich davon ab, mit dem MACD alleine einen Handelsansatz aufzubauen. Nutzen Sie ihn stattdessen in Verbindung mit anderen Indikatoren und vergleichen Sie auch immer den Chart des gehandelten Wertes, sei er nun im Point-&Figure-Format, Candlestick oder Linienform.

Wenn Sie daran denken und sich immer daran erinnern, dass Sie den MACD auf unterschiedlicher Weise nutzen können (vgl. Anwendungsbeispiele), dann verspreche ich Ihnen, dass Sie mit diesem Indikator trotzdem eine Menge Spaß an der Börsen haben werden.

Commodity Channel Index Der Commodity Channel Index (CCI) wurde 1980 von Donald Lambert für die Zyklenerforschung von Commodities entwickelt. Heute zählt dieses Werkzeug zu den besten Tools für alle Märkte, also auch Aktienindizes,… › mehr lesen

Einführung in Office-Grundlagen

In diesem Kurs:

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Übersicht

Wenn Sie die Office-Grundlagen auf Ihrem PC, Mac oder mobilen Gerät kennen gelernt haben, können Sie folgende Aufgaben ausführen:

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Mithilfe von Vorlagen professionelle Dokumente erstellen

Mit SmartArt und Diagrammen komplexe Ideen und Daten visuell umsetzen

An freigegebenen Dokumenten zusammenarbeiten – ganz gleich, ob Sie gerade offline, online oder gleichzeitig mit anderen arbeiten

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