CFD Steuer 2020 im Überblick Müssen Sie Gewinne versteuern

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Steuererklärung selber machen: Die besten Tipps finden Sie auf dieser Seite!

Um Ihre Steuererklärung selber zu machen, müssen Sie kein Steuerexperte sein. Es ist vielmehr wie mit so vielen Dingen im Leben: Das Wenigste muss man wirklich wissen – in den meisten Fällen genügt es völlig, wenn man weiß, wo man die jeweilige Information findet. Das gilt auch in Sachen Steuererklärung und Kommunikation mit dem Finanzamt: Alles was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie auf steuern.de – der Nummer eins in Sachen Steuererklärung!

Welche Einkünfte muss ich überhaupt versteuern? Was können Arbeitnehmer typischerweise von der Einkommensteuer absetzen? Was verbirgt sich hinter den Begriffen Elster bzw. Elsteronline? Welche Einspruchsmöglichkeiten habe ich gegen den Steuerbescheid? – Auf dieser Website finden Sie Informationen zu fast allen Aspekten Ihrer privaten Einkommensteuererklärung. Außerdem bieten wir Ihnen Ausfüllhilfen und Gestaltungshinweise zu allen aktuellen Steuerformularen, die Sie natürlich auch direkt herunterladen können.

Um Ihnen den Einstieg in das Thema Steuern zu erleichtern, haben wir die Inhalte sowohl thematisch geclustert als auch – wegen der unterschiedlichen Vorkenntnisse unserer Leser – in Bezug auf die Wissenstiefe sortiert: Unter dem ersten Punkt der Hauptnavigation finden Sie unter „Einkommensteuer Grundlagen“ die wichtigsten steuerlichen Aspekte für Laien verständlich aufbereitet. Unter dem Reiter „Steuersoftware und Steuerrechner“ erwartet Sie – neben unserem großen Steuersoftware-Test – eine gute Auswahl sehr nützlicher Steuerrechner. Hier können Sie beispielsweise Werbungskosten, Sonderausgaben und andere steuerlich absetzbare Kosten in unsere Einkommensteuer-Rechner eintragen und auf Basis Ihrer Angaben Ihre Steuererstattung berechnen. Unter den weiteren Reitern („Arbeitnehmer Steuerfachwissen“, „Rentner Steuerfachwissen“ und „Gewerbe & Selbstständige“ Steuerfachwissen) finden Sie vertiefende steuerliche Informationen zur jeweiligen Gruppe mit vielen weiteren Tipps rund um Einspruchsfristen, die richtige Steuerklasse, allgemeine Aspekte der Lohnsteuer oder Steuertabellen.

Fazit: Auf dieser Seite finden Sie alle Unterlagen, Werkzeuge und Informationen, um Ihre Steuererklärung online oder auch auf Papier selbst zu erstellen. Sollten Sie trotzdem lieber die Hilfe eines Steuerberaters oder Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nehmen wollen, finden Sie auf dieser Seite auch ein Verzeichnis mit allen Steuerberatern und Büros der Lohnsteuerhilfe in Ihrer Umgebung (siehe unten).

Abfindungen versteuern

Was ist eine Abfindung?

Wenn ein Arbeitnehmer gekündigt wird, bekommt er häufig eine Abfindung. Dabei handelt es sich um eine einmalige Geldzahlung, die vom Arbeitgeber aufgrund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses veranlasst wird. Die Abfindungszahlung soll den Arbeitnehmer für die Kündigung entschädigen.

Dabei muss beachtet werden, dass die Abfindung auch versteuert und bei der Steuererklärung angegeben werden muss.

Abfindung richtig versteuern

Grundsätzlich ist die Abfindungszahlung seit 2006 eine normale Einnahme. Abfindungen sind seitdem nicht mehr komplett steuerfrei. Nicht versteuert werden müssen solche Zahlungen nur dann, wenn die Gesamteinkünfte des Jahres inklusive der Abfindungszahlung den Grundfreibetrag (9.408 Euro für 2020) nicht übersteigen.

  • Man erhält schon für Ende Januar die Kündigung. Das Bruttogehalt für diesen Monat lag bei 2130 Euro. Hinzu kommen 5999 Euro Abfindungszahlung.

In dem genannten Beispiel wurde der Freibetrag nicht überschritten: Folglich ist die Zahlung von der Steuer befreit. Das Beispiel verdeutlicht auch gut, dass es sich in vielen Fällen lohnen kann, eine niedrigere Zahlung zu akzeptieren, um am Ende durch die Steuer einen finanziellen Gewinn zu verbuchen.

Die Abfindungszahlung wird immer zu sämtlichen anderen Einkommen dazugerechnet, die der Steuerzahler bei der Einkommensteuererklärung angeben muss. Überschreitet das komplette Einkommen mit der Abfindungszahlung die Grenze des Grundfreibetrags wird nach der Fünftelregel vorgegangen.

  • Es gibt immer mal wieder kuriose Fälle und Gerichtsurteile. Zum Beispiel gab es einen Arbeitgeber, der die Toilettengänge seines Angestellten dokumentierte. Über einen Zeitraum von 2 Wochen kam er auf 385 Minuten, die der Angestellte auf der Toilette verbracht haben soll. Daraufhin kürzte der Chef ihm das Gehalt um 680 Euro. Doch vor Gericht bekam der Angestellte recht, weil er unter Verdauungsproblemen litt (AG Köln, Az.: 6 Ca 3846/09).

Die Fünftelregel

Die Steuer auf eine entsprechende Entschädigungszahlung wird über die sogenannte Fünftelregelung errechnet.

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  • Paul wird gekündigt und erhält eine Abfindung in Höhe von 10.000 Euro. Bis zur Kündigung hat er ein zu versteuerndes Gesamteinkommen von 40.000 Euro erwirtschaftet.

Die Abfindungszahlung wird nun in mehreren Schritten berechnet:

1. Das Einkommen, das Paul versteuern muss, setzt sich aus dem Einkommen von 40.000 und einem Fünftel der Abfinungszahlung zusammen:

+ 20% von 10.000 Euro (2.000 Euro)

Die zu zahlende Einkommensteuer beträgt hier:

2. Im nächsten Schritt muss das zu versteuende Einkommen ohne die Abfindung berechnet werden:

Einkommensteuer von 40.000 Euro

3. Im dritten Schritt errechnet man die Differenz der Einkommensteuer mit und ohne Abfindung:

Die Differenz muss schließlich mit Fünf multipliziert werden. Dieses Ergebnis (711×5=3.555,00 Euro) wird dann zu der Einkommensteuer, die ohne die Abfindung zu zahlen wäre, addiert.

  • 12.124,00 Euro beträgt die Einkommensteuer, die Paul mit der Fünftelregel auf die Abfindungszahlung und seinem Einkommen zahlen muss.

Im Vergleich dazu würde die Einkommensteuer ohne Anwendung der Fünftelregel insgesamt 12.971,22 Euro betragen. In diesem Fall würde man die Abfindung in Höhe von 10.000 Euro mit dem Gesamteinkommen (40.000 Euro) addieren und daraus die Einkommensteuer ermitteln. Mit Hilfe der Fünftelregel macht Paul eine Ersparnis von 827,22 Euro.

Abfindung bei Steuererklärung angeben

Die Abfindungszahlung wird in der Einkommensteuererklärung unter der Anlage N vermerkt. Mit der Steuererklärung sollte auch der Abfindungsvertrag eingereicht werden, der mit dem früheren Arbeitgeber aufgesetzt wurde. Ein entsprechender Hinweis dazu findet sich unter dem Punkt 17 „Entschädigungen“ der Anlage N. Die zu zahlende Steuer führt übrigens der Arbeitgeber ab. Dieser überprüft in der Regel, ob die Fünftelregel bei der Abfindung angewandt werden kann. Hat er dies versäumt, überpürft das Finanzamt nach der Einreichung der Steuererklärung, ob die Steuern für die Abfindung korrekt berechnet wurden.

Mieteinnahmen versteuern:
Steuertipps und Tricks

Einnahmen müssen versteuert werden. Das gilt auch für Mieteinnahmen. Doch was genau gilt überhaupt als Mieteinnahme? Und wie können Sie als Vermieter die Steuer mindern? Das lesen Sie in diesem Beitrag.

Mieteinnahmen in der Anlage V angeben

Erzielen Sie als Vermieter mit einer vermieteten Wohnung oder einem vermieteten Haus Einnahmen, müssen diese als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung versteuert werden. Von den Mieteinnahmen abziehen müssen Sie noch Ihre Ausgaben. Bleibt unterm Strich ein Gewinn, wird dieser als Einkommen bei der Einkommensteuer angegeben. Anlaufpunkt für alle Daten rund um die Vermietung ist die Anlage V der Steuererklärung.

In WISO steuer:Web tragen Sie alles rund um Ihre Vermietung in der Kategorie „Immobilien“ ein.

Welche Mieteinnahmen müssen versteuert werden?

Mit welchem Haus oder Gebäude Sie als Vermieter Mieteinnahmen erzielen, ist dem Finanzamt grundsätzlich völlig egal. So können Sie zum Beispiel folgende Herkunft haben:

  • Vermietung einer privaten Eigentumswohnung
  • Vermietung eines privaten Hauses
  • Untervermietung eines Zimmers in Ihrer eigenen Wohnung
  • Vermietung einer Wohnung in Ihrem eigenen Haus
  • Verpachtung von unbebauten Grundstücken
  • Vermietung einer Ferienwohnung
  • Vermietung eines Ferienhauses

Neben den reinen Mietzahlungen von Ihrem Mieter gehören auch noch sämtliche Nebenkosten zu Ihren Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

Gibt es einen Freibetrag, ab dem die Mieteinnahmen versteuert werden?

Mieteinnahmen bleiben beim Vermieter bis zu einem steuerlichen Grundfreibetrag steuerfrei. Überschreiten Ihre Mieteinnahmen zusammen mit all Ihren anderen Einkünften diesen nicht, müssen sie nicht versteuert werden.

Der Grundfreibetrag beträgt im Jahr 2020:

  • Ledige Person – 8.820 Euro (2020: 8.652 Euro)
  • Verheiratete mit gemeinsamer Steuererklärung – 17.640 Euro (2020: 17.304 Euro)

Alles, was über den Grundfreibetrag hinausgeht, wird mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuert. Dieser Steuersatz beginnt bei 14 Prozent bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 8.821 Euro (ledige Personen) und steigt dann mit dem Einkommen langsam bis auf 42 Prozent ab 54.058 Euro an.

Zu einer steuerlichen Belastung führen Mieteinnahmen dann, wenn die Summe der Einnahmen aus allen Einkunftsarten den Grundfreibetrag, zuzüglich eventueller Kinderfreibeträge übersteigt.

Zudem gilt bei kurzfristiger Untervermietung Ihrer eigenen Wohnung oder Ihres Hauses: Liegen die Einnahmen aus der Vermietung im gesamten Jahr unter 520 Euro, bleiben die unversteuert. Doch diese Bagatellgrenze der Finanzverwaltung ist kein Freibetrag! Das heißt: Bei höheren Einnahmen darf der Betrag nicht pauschal von den Einnahmen abgezogen werden. Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel: Airbnb-Steuern

Wo trage ich die Mieteinnahmen in der Steuererklärung ein?

Anlaufpunkt rund um Ihre Vermietung ist die Anlage V der Einkommensteuererklärung. In WISO steuer:Web machen Sie die Eintragungen hier:

Wann muss ich die Mieteinnahmen versteuern?

Die Mieteinnahmen müssen Sie in dem Jahr versteuern, in dem Ihnen die Mietzahlungen auf Ihrem Konto gutgeschrieben wurden. Für welchen Zeitraum sie Ihr Mieter tatsächlich gezahlt hat, ist egal.

Dies gilt ausnahmsweise nicht bei regelmäßig wiederkehrenden Mieteinnahmen um den Jahreswechsel. Geht die Miete innerhalb von 10 Tagen in der Zeit vom 22. 12. bis 10. 1. für das jeweils andere Jahr ein? Dann werden sie in dem Jahr versteuert, in das sie wirtschaftlich gehören.

Welche Kosten können Sie steuerlich absetzen?

Sind die Ausgaben für die Vermietung höher als die Einnahmen, spricht man von einem Verlust. Dieser wirkt sich steuermindernd aus. Denn dieser wird sodann mit Ihren Einkünften aus anderen Einkunftsarten verrechnet (z.B. Einkünfte aus Kapitalvermögen).

Erwirtschaften Sie hingegen einen Gewinn, so wirkt sich dieser Betrag belastend in der Steuererklärung aus. Um einen Steuerspareffekt bei den Mieteinnahmen zu erzielen, ist es also förderlich mehr Ausgaben als Einnahmen zu haben!

Ausgaben rund um die Immobilie sind Werbungskosten

Kosten, die Ihnen im Zusammenhang mit der vermieteten Wohnung oder des Hauses entstehen, sind Werbungskosten. Diese können Sie von der Steuer absetzen. Der Gesetzesdefinition nach sind Werbungskosten „Aufwendungen, die der Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen dienen“. Alle Werbungskosten, die Ihnen im Zusammenhang mit dem vermieteten Objekt entstanden sind, können Sie im Rahmen Ihrer Einkommensteuer-Veranlagung von den Mieteinnahmen abziehen.

Wichtig hier: Bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung gilt das Zu- und Abflussprinzip. Heißt: Sie können die Ausgaben in dem Jahr absetzen, in dem Sie sie gezahlt haben. Umgekehrt bedeutet dieses Prinzip, dass Sie auch Einnahmen erst versteuern müssen, wenn Sie diese auch tatsächlich erhalten haben. Noch ausstehende Mieten müssen Sie somit erstmal nicht versteuern.

Abzugsfähig sind unter anderem folgende Ausgaben:

Finanzierungskosten: Denken Sie an die Schuldzinsen!

Eine nicht zu unterschätzende Minderung Ihrer Steuern bringt die Abzugsfähigkeit der Finanzierungskosten als Werbungskosten. Haben Sie die Finanzierung mittels Darlehen erbracht? Dann können Sie die dafür anfallenden Zinsen in voller Höhe als Werbungskosten abziehen. Tilgungsanteile innerhalb der monatlichen Kreditrate werden vom Finanzamt allerdings nicht berücksichtigt.

Nebenkosten: Von Grundsteuer bis hin zu Heizungskosten

Dazu gehören alle Nebenkosten, die Ihnen im Zusammenhang mit der Nutzung Ihres Haus- und Grundbesitzes anfallen. Dies sind vor allem die laufenden Kosten für Haus- und Grundbesitz, zum Beispiel die

  • Hausnebenkosten (im Einzelnen aufgeführt unter Nebenkostenabrechnung)
  • Kosten der Heizung
  • Kosten für Wasserversorgung
  • Gebäudeversicherung
  • Grundsteuer
  • Vermietungsanzeigen
  • Maklerprovision
  • Kontoführungsgebühren
  • Möbel
  • Büromaterial
  • Fahrtkosten
  • Anwaltskosten
  • Kosten für den Steuerberater
  • Mitgliedsbeiträge (zum Beispiel Eigentümerverein)

Wichtig hierbei: Bewahren Sie alle Belege über die Kosten auf, so dass Sie diese auf Verlangen des Finanzbeamten vorlegen und die Kosten somit nachweisen können.

Abschreibungen des Gebäudes mindern Ihre Steuern

Nach dem Bau ist eine neue Immobilie hochwertig. Doch der Zahn der Zeit nagt überall — und so verliert jedes Haus aufgrund der sich abnutzenden Bausubstanz nach und nach an Wert. In der Steuererklärung können diese Wertminderungen von den Einnahmen abgesetzt werden – mittels der so genannten „Absetzung für Abnutzung“, sprich Abschreibung. Dies richten sich danach, ob die vermietete Immobilie zu Ihrem Privat oder Betriebsvermögen gehört und ob das Gebäude zu gewerblichen Zwecken oder Wohnzwecken dient.

Grundlage für die Berechnung der Abschreibung ist der Anschaffungspreis des Gebäudes bzw. die Herstellungskosten. Nicht in die Ermittlung mit einbezogen wird der Bodenwert des Grundstückes. Dieser ermittelt sich anhand der lokalen Bodenrichtwerttabelle.

Abschreibung ermitteln kompliziert? Nicht doch! WISO steuer:Web rechnet den jährlichen Absetzungsbetrag ganz einfach aus:

Herstellungskosten und Erhaltungsaufwand – Was ist der Unterschied?

Wird an einer Immobilie etwas bereits Vorhandenes instandgehalten, erneuert oder modernisiert, spricht man von Erhaltungsaufwand. Vorteil: Die Kosten können bei der Steuer grundsätzlich sofort als Werbungskosten abgezogen werden. Alternativ können Sie die Ausgaben auch auf zwei bis fünf Jahre gleichmäßig verteilen.

Typische Erhaltungsaufwendungen sind zum Beispiel:

  • Austausch von Fenstern und Türen
  • Austausch der Heizungsanlage
  • Neueindeckung des Daches
  • nachträglicher Kabelanschluss
  • Erneuerung der Elektroinstallationen
  • Renovierung des Badezimmers
  • Fassadenrenovierung,
  • Erneuerung der Klimaanlage,
  • Abflussverstopfung sanitärer Anlagen,
  • Reinigung des Kanals nach Verstopfung,
  • Erneuerung der Wasserrohre,
  • Beseitigung von Wasser- und Unwetterschäden,
  • Reparatur der beschädigten Treppenhausbeleuchtung,
  • Austausch alter/beschädigter Fenster oder Türen,
  • Wartungs- und Reparaturarbeiten am Aufzug usw.
  • neuer Fußbodenbelag

Herstellungskosten der Immobilie

Wird hingegen in dem Gebäude etwas bisher nicht Vorhandenes eingefügt, spricht man von Herstellungsaufwand. Dies gilt zum Beispiel beim Einbau eines zusätzlichen Badezimmers oder bei Ausbauten. Herstellungsaufwand liegt auch vor, wenn das Gebäude über seinen ursprünglichen Zustand hinaus wesentlich verbessert wird. Zum Beispiel, wenn die gesamten Maßnahmen zur Modernisierung über eine zeitgemäße substanzerhaltende Erneuerung hinausgehen. Mit den Baumaßnahmen muss der Gebrauchswert des Gebäudes insgesamt deutlich erhöht werden und damit für die Zukunft eine erweiterte Nutzungsmöglichkeit geschaffen werden.

Nachteil der Einordnung als Herstellungsaufwand: Im Gegensatz zu den Erhaltungsaufwendungen können Sie Herstellungskosten nur über die Jahre – meist über die Dauer von 50 Jahren- verteilt abschreiben.

Anschaffungsnaher Herstellungsaufwand

Zudem gibt es noch den so genannten anschaffungsnahen Herstellungsaufwand. Dieser liegt vor, wenn der Nettowert von Aufwendungen für die Instandsetzung, die

  • innerhalb von drei Jahren nach Kauf / Bau der Immobilie durchgeführt werden
  • 15 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen.

Folge: Die Kosten werden als Herstellungskosten über die gesamte Nutzungsdauer des Gebäudes verteilt und können nicht im Jahr der Zahlung voll abgezogen werden.

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